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Tipps für Handwerker

Stundensatz berechnen: So viel musst du wirklich verlangen

Warum viele Handwerker zu billig rechnen und wie du deine Untergrenze in drei Schritten ermittelst.

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AutorNiko Zobel
StandNovember 2026
Lesezeit4 Minuten
FürHandwerker und Selbstständige

Viele Handwerker rechnen ihren Stundensatz zu niedrig. Der Grund: Nicht jede Arbeitsstunde wird bezahlt. Fahrzeit, Angebote schreiben, Material holen und Büro bezahlt dir niemand direkt.

Schritt 1: Wie viele Stunden kannst du abrechnen?

365 Tage minus Wochenenden (104), Feiertage (ca. 10), Urlaub (30) und Krankheit (ca. 10) ergeben rund 211 Arbeitstage. Bei 8 Stunden am Tag sind das knapp 1.690 Stunden. Davon sind realistisch nur etwa 70 % verrechenbar, also rund 1.180 Stunden im Jahr.

Schritt 2: Was muss reinkommen?

Rechne alles zusammen, was dein Betrieb im Jahr kostet, plus das, was du verdienen willst:

  • Wunsch-Gewinn vor Steuern
  • Fahrzeug
  • Versicherungen
  • Werkzeug und Messgeräte
  • Software, Telefon, Büro
  • Kranken- und Rentenvorsorge

Schritt 3: Wagniszuschlag

Nacharbeit, Gewährleistung, Kunden, die nicht zahlen: Plane dafür etwa 10 % ein.

Beispielrechnung

Gewinn vor Steuern40.000 €
Fahrzeug8.000 €
Versicherungen2.500 €
Werkzeug und Messgeräte2.000 €
Software, Telefon, Büro1.500 €
Kranken- und Rentenvorsorge9.000 €
Sonstiges1.500 €
Summe64.500 €
plus 10 % Wagnis70.950 €
geteilt durch 1.180 Stunden≈ 60 € netto
inkl. 19 % USt≈ 71 € brutto

Rund 60 € netto pro Stunde sind in diesem Beispiel die absolute Untergrenze, ohne Material und Anfahrt.

Mein Tipp

Rechne das einmal mit deinen eigenen Zahlen durch. Viele merken dabei, dass sie seit Jahren unter Wert arbeiten.

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